Theorieentwicklung "Entgrenzung von Arbeit"
Norbert Huchler, TU Chemnitz
G. Günter Voß, TU Chemnitz
Thomas Wex (H), TU Chemnitz
Margit Weihrich, Univ. der Bundeswehr München (assoz.)
webinfo: www.tu-chemnitz/phil/soziologie/voss/
Finanzierung und Laufzeit
BMBF 2002-2005 - Förderinitative "Zukunftsfähige Arbeitsforschung"
(Kooperationsprojekt im Verbund "Innovative Arbeitsforschung - Lernender Forschungszusammenhang", Förderkennzeichen 01HN0145)
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten arbeits- und industriesoziologischen Forschungsprojekt „Theorieentwicklung Entgrenzung von Arbeit“ war Kooperationspartner im Projektverbund „Lernender Forschungszusammenhang“ (Kooperationspartner: Prof. Müller Universität der Bundeswehr München), in dem ein pädagogisch angeleitetes Verfahren für die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern („Lernender Forschungszusammenhang“) am Beispiel von Themenstellungen aus dem Problemfeld betrieblicher Ergebnissteuerung entwickelt und erprobt wurde. Kern der Arbeiten des Kooperationsprojekts waren die empirische Erhebung und Auswertung von Betriebsfallstudien und deren theoretische Ausarbeitung.
Hintergrund
Frage des Ideenwettbewerbs „Zukunftsfähige Arbeitsforschung“, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im August 2000 ausgeschrieben wurde war: „Wie kann sich Arbeitsforschung angesichts der tiefgreifenden Transformationsprozesse von Arbeit so zukunftsfähig formieren, dass sie die Zukunft der Arbeit innovativ mitgestalten kann?“. Eine Antwort gab das Forschungs- und Entwicklungsprojekt "LeFo - Innovative Arbeitsforschung – Lernender Forschungszusammenhang", indem es
zum einem ein neuartiges interdisziplinäres Forschungsverfahren entwickelte und im Forschungsprozess erprobte, mit dem Arbeitsforschung und Arbeitspraxis systematisch miteinander verknüpft werden können, und
zum anderen neue theoretische und empirische Einsichten zu den Bereichen „Entgrenzung“ und „ergebnisorientierte Steuerung von Arbeit“ erzeugte.
Im Rahmen dieses Vorhabens war es Aufgabe des Chemnitzer Projektstrangs "Theorieentwicklung Entgrenzung von Arbeit" auf Basis empirischer Fallstudien und theoretischer Arbeit einen Beitrag zur Konzeptualisierung des Problemfeldes Entgrenzung von Arbeit zu leisten, wobei auch neue Formen der Begrenzung besondere Berücksichtigung finden sollten, und zwar v.a.
die Ergebnissteuerung vor Arbeit und hier vor allem auch das Managementkonzept Zielvereinbarungen
die Subjektivierung von Arbeit, unterstützt durch einen subjektorientierten Blick, welcher Konzepte bereithält, betriebliche und gesellschaftliche Strukturen mit den Realitäten einzelner Subjekte zu verknüpfen
Empirische Arbeiten
Die empirischen Arbeiten bestanden in Betriebsfallstudien (Mitarbeitergespräche, Experteninterviews, Betriebsbegehungen, Beobachtungen und Teilnahmen an Projekt- und Teamsitzungen, Auswertung von Unternehmensmaterialien) in fünf Großunternehmen aus unterschiedlichen Branchen:
ein global aufgestelltes Großunternehmen der Softwarebranche
ein international ausgerichtetes Handelsunternehmen
ein deutschlandweit operierendes Großunternehmen im Sozialbereich
ein international vertretenes Automobilunternehmen
ein globales Unternehmen der Chemiebranche
Veröffentlichungen
Huchler, N./ Voß, G.G./ Weihrich, M. (2007): Soziale Mechanismen im Betrieb. Empirische und theoretische Analysen zur Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit. München, Mering: R. Hampp.