Gesellschaftsbild und Lebensführung
Gesellschaftspolitische Ordnungsvorstellungen im ostdeutschen Transformationsprozess
Sylvia Dietmaier-Jebara, M. A.
SyDiet6151 (at) aol.com
Finanzierung und Laufzeit
1999 - 2005
Stipendium der Friedrich-Ebert-StiftungZielsetzung und Ergebnis
Das Dissertationsprojekt behandelte die Frage, wie sich der Zusammenbruch eines realsozialistischen Systems und seine Überführung in eine parlamentarische Demokratie (sog. Transformationsprozeß) auf die Gesellschaftsbilder ausgewählter sozialer Gruppen auswirken.
Grundlage der Studie sind umfangreiche Intensivbefragungen in den neuen Bundesländern kurz nach der „Wende“. Zentrales Untersuchungsergebnis ist eine Typologie von Gesellschaftsbildern, die zu DDR-Zeiten etabliert hatten und deren Veränderung in Folge des Transformationsprozesses. Deutlich wird dabei u.a., wie die Menschen in den neuen Bundesländern Gesellschaft und Politik der Bundesrepublik derzeit wahrnehmen und beurteilen.
Konzeptionell leistet das Buch eine Reaktivierung der in der Soziologie lange Zeit bedeutsamen aber inzwischen stagnierenden Gesellschaftsbild-Forschung durch eine theoretische Verbindung mit dem Konzept der „Alltäglichen Lebensführung“. Gesellschaftsbilder werden dabei als alltäglich relevante und aktiv konstruierte Deutungen der gesellschaftlichen Umwelt von Menschen bestimmt, die gerade in Umbruchszeiten eine wichtige Orientierungshilfe darstellen.
Dietmaier-Jebara, Sylvia (2005): Gesellschaftsbild und Lebensführung. Gesellschaftspolitische Ordnungsvorstellungen im ostdeutschen Transformationsprozess. Arbeit und Leben im Umbruch, Bd. 7. München, Mering: R. Hampp.
siehe auch:
Dietmaier, Sylvia (1995): Ein Arrangement auf Zeit: die Lebensführung von EDV-OperatorInnen. In: Projektgruppe "Alltägliche Lebensführung" (Hg.): Alltägliche Lebensführung. Arrangements zwischen Traditionalität und Modernisierung. Opladen: Leske + Budrich, S. 303 - 328
Dietmaier-Jebara, Sylvia (1997): "Sich politisch zu engagieren, bringt nichts." Bilanzierungen des politischen Wandels und der Partizipationsmöglichkeiten in Ostdeutschland: eine exemplarische Analyse. Mitteilungen 10 des Sonderforschungsbereichs 333 der Ludwig-Maximilians-Universität München